Krank Sein, Vertretung, Gesund Leben, Neues Sprechzimmer

Liebe Patient*innen.

Heute genau vor einer Woche, am Sonntag Abend, habe ich plötzlich Fieber bekommen und Kopfschmerzen. Innerhalb weniger Stunden ist die Temperatur immer weiter angestiegen bis zu 40,7 °C. Es war schnell klar, dass damit kein Praxisbetrieb für mich möglich sein wird. Ich bin sehr dankbar, dass Frau Dr. Kreil, mit der wir uns erst kürzlich auf die Einrichtung einer Dauervertetung einigen konnten, völlig flexibel einspringen konnte, und sie dann zusammen mit unseren großartigen Praxismitarbeiterinnen erst den Montag und den Dienstag und dann letztlich die ganze Woche hervorragend gemeistert hat. Vielen Dank! Frau Dr. Kreil ist vielen von Ihnen gut bekannt. Sie hat rund 25 Jahre zusammen mit Ihrem Mann die kardiologisch-internistische Praxis in der Südl. Münchner Str. geleitet. Sie ist bestens mit den Bedingungen vor Ort vertraut und steht für eine sehr sachkompetente, vernünftige und am Menschen orientierte Medizin. Wir planen einen Vetreteung an voraussichtlich ca. 5 Wochen pro Jahr (Ziel: 3 Wochen im Sommer, 1 Woche an Weihnachten und 1 Woche an Fasching, Ostern oder Pfingsten). Damit können wir die Praxis ganzjährig für Sie geöffnet halten.

Bei mir stellte sich dann bald heraus, dass mich dieses Jahr – trotz Impfung – die Influenza A erwischt hat. Es war für mich etwas demoralisierend, dass ich trotz Impfung so heftig krank geworden bin. Mir ist zwar bekannt, dass die Grippeimpfung grundsätzlich keinen so wahnsinnig guten Schutz bietet (ca 60 %), bislang hatte ich nach Impfung aber allenfalls deutlich abgeschwächte Verläufe gehabt. In diesem Jahr trifft der Impfstoff die Zusammensetzung der Viren nur eingeschränkt. Jedenfalls entwickelten sich bei mir trotz Medikation und Infusion und Bettruhe und maximaler Schonung anhaltend Temperaturen zw 39,5 und 41 °C, unfassbare Kopfschmerzen, sehr schmerzhafter Husten, Halsschmerzen, starker Schnupfen, eine unfassbare Fatigue und völlige Belastungsunfähigkeit. Das ganze wurde gekrönt von für mich völlig unbekannten, sehr ausgeprägten Schlafstörungen, die mich vor allem die ersten Nächte praktisch anhalten wach gehalten haben. Ich hatte das bislang noch gar nicht so auf dem Schirm. Nach meinen Recherchen ist es aber gar nicht so ungewöhnlich, dass akute, fieberhafte Infektionserkrankungen im Zytokin- und Interferonsturm den Schlaf empfindlich stören können. Jetzt habe ich es selbst auch einmal erlebt und bin bedient. Das brauche ich so schnell nicht wieder! Die Situation hat sich dann über die Tage langsam gebessert. Am Freitag hatte ich tagsüber noch Fieber um die 38,5 °C. Am Abend bin ich mit 800 mg Ibuprofen ziemlich früh eingeschlafen und habe dann 13 Stunden durchgeschlafen. Danach bin ich aufgewacht wie Neugeboren und der ganze Spuk war praktisch ebenso unvermittelt wieder vorbei, wie er gekommen ist. Der Körper heilt sich selbst im Schlaf – wenn er denn schlafen kann.

Eigentlich fühle ich mich in den letzten Jahren fit wie nie. Ich führe das auf meinen grundsätzlich salutogenen Lebenswandel zurück, der sich in meinem Leben so nach und nach eingestellt hat: seit fast 11 Jahre rauche ich nicht mehr, seit rund 10 Jahren trinke ich praktisch gar keinen Alkohol mehr, in den letzten 6 Jahren bin ich über 20 Tausend km bei jedem Wetter mit dem Ebike zu Hausbesuchen gefahren; seit Jahren ernähre ich mich fleischarm und zunehmend pflanzenbasiert und schon immer achte ich darauf, den anfallenden Stress durch aktive Entspannungstechniken auszugleichen. Für mich ist das faszinierend, dass sich diese Lebensstiländerungen nicht etwa durch eine interne oder externe Vorgabe so ergeben haben, oder Ergebnis eines Plans oder einer bewussten Entscheidung gewesen sind. Vielmehr ist das ein fortschreitender Prozess der Erkenntnis und der Bewußtwerdung, was mir selbst gut tut und was nicht. Dieser Prozess war letztlich mit meiner Auseinandersetzung mit meiner Nikotin-Sucht in Gang gesetzt worden. Näheres hierzu hatte ich zum 5-jährigen Jubiläum meines Nikotinstops in meinem Buch „Endlich aufgehört“ beschrieben.

Zuletzt noch: unser neues Sprechzimmer im ersten Stock ist ab sofort einsatzbereit! Wir freuen uns sehr und versprechen uns, dass wir mit der neuen Lösung mehr Ruhe und eine noch bessere und individuellere Versorgung ermöglichen können. Wir freuen uns auf Sie in den erweiterten Räumen und wünschen Ihnen beste Gesundheit und alles Gute!

Eingang neues Sprechzimmer 1 Stock