Ein kurzer Lesetipp aus meiner hausärztlicher Perspektive.
Titel / Autor: In defense of food (Dt. Titel: Lebens-Mittel) von Michael Pollan
Thema: Was sollen wir eigentlich essen? Auf diese scheinbar einfache Frage gibt der Ernährungs-Journaliste Michael Pollan eine wunderbar klare Antwort:
„Eat food. Mostly plants. Not to much.„
In seinem bereits 2009 herausgegebenen Buch zeigt er detailiert und mit Quellen bestens belegt, wie sehr wir von Nährwerttabellen, Diäten und Ernährungstrends verwirrt werden. Statt immer neue Regeln aufzustellen, erinnert er an etwas, das viele Generationen vor uns ganz selbstverständlich wussten: Gute Ernährung besteht aus echten, möglichst wenig verarbeiteten Lebensmitteln.
Pollan erklärt verständlich, warum industriell hergestellte Produkte oft nicht halten, was ihre Werbeversprechen versprechen, und weshalb traditionelle Essgewohnheiten häufig gesünder sind als komplizierte Ernährungsprogramme. Dabei schreibt er klug, humorvoll und ohne erhobenen Zeigefinger.
Lebens-Mittel ist kein Diätbuch, sondern eine Einladung, wieder Vertrauen in natürliche Lebensmittel und den eigenen gesunden Menschenverstand zu gewinnen. Ein lesenswertes Buch für alle, die sich ohne Kalorienzählen, Närhstofftabellen und Ernährungsstress gesünder ernähren möchten. Ursprünglich ist es für den amerikanischen Markt geschrieben, leider sind aber viele Passagen auch für uns heute sehr relevant.
Warum empfehlenswert: Ein unterhaltsames und gut belegtes Buch über Irrwege einer zu sehr auf einzelne Närhstoffe und Lebensmittelkomponenten fixierte Ernährungsweise.
Geeignet für: alle, die sich für eine gesunde und vielfältige Ernährung interssieren.
Mein Fazit:
Echte, möglichst unverarbeitete, Lebensmittel enthalten alle für uns wichtigen Nährstoffe, Vitamine und Mikronährstoffe in der für uns idealen Zusammensetzung.
(Unbezahlte, persönliche Empfehlung.)
Hinweis: ersetzt keine individuelle medizinische Beratung.
Meine Buchtipps sammle ich in der Rubrik „Gute Bücher„